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METZGER KNEF
SO ODER SO IST DAS LEBEN

Sie möchten sich Illusionen hingeben oder Am Montag mal Sonntag haben? Aber gerne doch! Mit ihrer Hommage So oder so ist das Leben ehrt Nicole Metzger zum 100jährigen Jubiläum die großartige Künstlerin und Persönlichkeit Hildegard Knef und verbindet deren grandiose deutsche Texte mit der Musik von Cole Porter und George Gershwin. Auf alle Fälle wird es für Sie am Ende der Show Rote Rosen regnen!

Über die Knef hat die große Jazzsängerin Ella Fitzgerald einmal gesagt: „Sie ist der Welt größte Sängerin ohne Stimme.“

 

Über die Metzger schrieb der Autor des Rowohlt Jazz Lexikons, Martin Kunzler: „Sie ist eine der komplettesten Sängerinnen jener Königsklasse namens Jazz-Mainstream auf der internationalen Szene. Aber trotz ihrer umwerfenden technischen Perfektion bleibt da stets die Magie spürbar, die Wärme von Stimme und Persönlichkeit.“

 

Und schon zeigen sich die Berührungspunkte. Die Stimme und die Persönlichkeit, der Ausdruck in ihrem Schaffen. Die Magie. Wie oft ist eine Kopie der Knef daran gescheitert, so singen und sprechen zu wollen, wie es der Knef zu eigen war. Der Irrtum liegt im Grundgedanken. Warum sollte man es tun? Wem will man gerecht werden mit der Kopie? Und vor allem: es bleibt doch immer nur Kopie, eine äußerliche Reproduktion, die dem Wesen und der Seele des Originals nie nahe kommt. Nicole Metzger versteckt sich nicht hinter dem Original. Sie tritt ein in den Dialog mit der Knef und versucht mit dem außergewöhnlichen Klang ihrer Stimme, mit der Magie ihres musikalischen Ausdrucks die Knef zu locken, zu erkunden, zu befreunden, zu entdecken. Und die Knef bleibt die Knef, die Metzger bleibt die Metzger und gleichzeitig verbinden sich die Seelen der beiden herausragenden Künstlerinnen. Man spürt, entdeckt und erlebt im Gesang der Metzger die Knef. Man findet in den Texten und der Lyrik der Knef die Metzger. Metzger Knef – Eine Verschmelzung im Individualismus. Ein Glücksfall.

Peter Kühn, Regisseur

SWR Beitrag von Kerstin Bachtler – metzger knef
00:00 / 03:41
SWR Beitrag von Silke Arning – metzger knef
00:00 / 14:48
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FÜR VERANSTALTER & PRESSE

Besetzung:

Quartett Nicole Metzger (vocals), Jean-Yves Jung (piano), Jens Loh (double bass), Jean-Marc Robin (drums)

Quartett Nicole Metzger (vocals), Daniel Prandl (piano), Lukas Hatzis (double bass), Tobias Frohnhöfer (drums)

Trio Nicole Metzger (vocals), Daniel Prandl (piano), Lukas Hatzis (double bass)

 

Links zu Musik und Videos:

Trailer

Youtube-Kanal

Apple Music, Spotify & Co

Links zu Liner Notes & Pressetexten:

Liner Notes von Martin Kunzler (PDF)

Pressetext lang (PDF)

Pressetext kurz (PDF)

Pressefotos (7,2 MB) / Credit Laura Carbone

 

Links zu Tech-Rider:

Tech-Rider Quartett (PDF)

Tech-Rider Quartett small Stages (PDF)

Tech-Rider Trio small Stages (PDF)

Die natürlichste Sängerin mit Stimme ehrt die beste Sängerin ohne Stimme

So geht Jazzgesang: Schon im Opener, Cole Porters „Let’s Do It“, in der deutschenglischen Version als „Sei mal verliebt“, scattet sie nach der augenzwinkernd neckischen Themenvorstellung einen Chorus lang, dass einem Bebop-Altsaxophonisten Hören und Sehen vergehen müsste. Mit Gershwins „But Not For Me“ alias „Doch nie für mich“ setzt Nicole noch einen oben drauf, sogar buchstäblich, und türmt vor sattem Walking-Bass improvisierend Chorus auf Chorus – einer brillanter als der andere – um erst danach das Thema ganz, ganz oben gewissermaßen auf dem Tablett zu servieren.

Die beiden eben genannten Beispiele deuten es an: Das amerikanische Songbook – vor allem Cole Porter – ist die eine Komponente sowohl im musikalischen Leben Hildegard Knefs als auch dieser Hommage. Zwei andere Säulen bildeten und bilden auf der CD das französische Chanson und … nun ja, das, was man mit Blick auch auf vergleichbare Breitenwirkung sein deutsches Pendant nennen könnte, zu dem die hier Gewürdigte Jahre vor Reinhard Mey, Lindenberg und Co gewichtige Beiträge geliefert hat – auch übrigens als Textdichterin mit Tiefgang, wie die Auswahl Nicole Metzgers gut ausweist. Last but not least – und auch das reflektiert die Zusammenstellung – war die Knef Adressatin von maßgeschneiderten Original-Kompositionen wie Charly Niessens „Ich möchte am Montag mal Sonntag haben“ oder Hans Hammerschmids „Für mich soll’s rote Rosen regnen“.

Die französische Komponente mit dem Walzer „Unter dem Himmel von Paris“ („Sous le ciel de Paris“) und Edith Piafs Glanznummer „La vie en rose“ in der deutschen Version als „Schau mich bitte nicht so an“ lässt wie auch die Balladen-Auswahl mit z.B. „Lass mich bei dir sein“ den Facetten-Reichtum Nicole Metzgers in unterschiedlichsten Farben und Formen aufleuchten: swingend und das mal im Drive-Modus, mal layed back, im Ton mitunter „knefgemäß“ lakonisch, fast am Rand des Sprechgesangs, um aus diesem heraus dann wieder wie aus dem Nichts urplötzlich raffinierteste Vocalisen aufblühen zu lassen, hier im Duktus philosophischen Story Tellings („So oder so ist das Leben“), dort mit großem gestalterischem Gestus („Illusionen“).

Auch die Arrangements und die beiden hochkompetenten Pianotrios glänzen in entsprechender Variabilität und stetiger Jazz-Präsenz. Es hagelt wunderbare Bass- und Piano-Soli, auch fetzige Fours im Dialog mit den Drums. Und – besonders schön – vor allem auch in den langsamen Stücken köchelt es ständig im Hinter- und Untergrund: Gefühlt überlagerte Triolen, andeutungsweise betonte Triolen-Fragmente, Fills und allerlei dezente Markierungen pinseln die berühmte „Latin Tinge“ leicht, aber spür- und hörbar hinter und unter das Hauptgeschehen.

Fazit: Nicole ist geradezu Antipode der laut Ella „besten Sängerin ohne Stimme“, dies aber mit genau demselben musikalischen Resultat. Denn unsere kompletteste deutsche Jazzsängerin klingt trotz all ihrer Technik, trotz ihrer enormen Farbvielfalt und Differenzierungskunst stets betörend natürlich. Sie findet genauso bewegt und schnörkellos den Weg direkt in unsere Herzen: trotz ihrem ausgewiesenen Professionalismus. Ella müsste in Abwandlung des genannten Zitats sagen: „Nicole ist die natürlichste Sängerin mit Stimme“.

Martin Kunzler,

Autor des Rowohlt Jazz-Lexikons

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