Konzerttermine im Februar

05.02.2017

Nicole Metzger als Gast bei der Konzertreihe SUNDAYKICK von und mit der Mannheimer
„Kicks `n Sticks Big Band“ in der „Alten Feuerwache“ in 68167 Mannheim, Brückenstraße 2
Beginn: 20.00 Uhr


17.02.2017

Nicole Metzger als  Gast bei einem weiteren CD-Release-Konzert von Roland Gebhardt  mit „Fruits of passion", weitere Infos folgen


18.02.2017

NM5 mit ihrem Programm "Moondance" im  Jazzkeller Frankfurt,
Kleine Bockenheimer Straße 18a,
Beginn: 21.00 Uhr
Nicole Metzger (vocals),  Wesley „G“ (guitar), Jean-Yves Jung (piano), Dietmar Fuhr (bass) und Andreas Neubauer (drums)

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Auszüge aus der Kritik vom Weihnachtskonzert 2016

Weihnachtlicher Jazz
NicoleMetzger und ihre French Connection in der Stiftskirche
VON HENING GAJEK

NEUSTADT. Zum dritten Mail hatte Pfarrer Oliver Beckmann für den
zweiten Weihnachtsfeiertag in die ausverkaufte Neustadter Stiftskirche
eingeladen. Vom Eintritt ging eine Spende an das Haus der Diakonie
in Neustadt.

… Das Konzert mit bekannten und vertrauten internationalen Weihnachtsliedern hat bei der Neustadter Sängerin Nicole Metzger Tradition.
Schon früh verpasste Metzger bekannten Weihnachtsliedern und internationalen Weisen eine eigene swingende Version…
Metzger hat ihre Band French Connection im Gepäck: Jean-Yves Jung am Keyboard, den Bassisten Dietmar Fuhr, Jean-Marc Robin (Schlagzeug) und Marcel Löffler (Akkordeon).
Die Sängerin füllt mit ihrer drei Oktaven umfassenden warmen Altstimmemühelos das Kirchenschiff.
Der lyrisch romantische Ton des Akkordeons ist ein idealer Glücksfall, denn Marcel Löffler vermittelt melancholisches Nachdenken über die Geschehnisse einst in der Krippe zu Bethlehem, zaubert die Romantik des Weihnachtsfestes und vermittelt Zuversicht, das wieder bessere Zeiten kommen werden…
… Nicole Metzgers persönlicher Lieblingswunsch ist es, an Weihnachten mit ihren Gästen zu singen.
Und das tun die Besucher gerne mit „Stille Nacht“. Beckmann liest mit seiner brillant präsenten Stimme,
nur von der French Connection begleitet, die Weihnachtsgeschichte nach Lukas.

Nach der Pause führt das Konzert ins „Winter Wonderland“. Nicole Metzger ist entspannt und swingt, dass es eine Freude ist.
… Viel zu schnell ist der schöne Abend in der Stiftskirche dann vorbei: „Santa Baby“ entschwindet swingend durch den Schornstein.
Nicole Metzger präsentiert ein Weihnachtskonzert ohne Zuckerguss oder falschen Pathos, sondern swingend, nachdenklich motivierend.
Der Höhepunkt: “I wish I could know how to be free“ von Nina Simone. Weg von inneren Zwängen ist das Lied ein Wunsch nach Frieden und Freiheit – ein Gospel wie man ihn sich derzeit noch viel mehr wünschen würde.


Martin Kunzler, Autor des Rowohlt Jazz-Lexikons, schreibt über Nicole Metzger:

Nicole Metzger
ist eine der komplettesten Sängerinnen jener Königsklasse namens Jazz-Mainstream auf der internationalen Szene. Aber trotz ihrer umwerfenden technischen Perfektion bleibt da stets die Magie spürbar,
die Wärme von Stimme u n d  Persönlichkeit. 

Wie ist das nur möglich?

So kühne und weite Intervallsprünge in derart perfekter Intonation – und doch klingt alles natürlich und spontan, hingezaubert!

Nicole Metzger ist eine großartige Jazzsängerin mit Akzent auf beidem, auf Jazz und auf Sängerin. Selbst unter den Großen gibt es das selten und schon gar nicht unter den vielen angeblichen „neuen Ellas“, die in täglichem Wechsel durch das Dorf der Szeneblättchen getrieben werden, als gäbe es zum mehr oder weniger unpassenden Vergleich nicht auch eine Lady Day beispielsweise, eine Sassy oder Dee Dee, nicht Soprane, Mezzos, Alts, nicht stärker auf Interpretation oder stärker auf Improvisation setzende Vokalistinnen. Nein, die Ella muss es sein, die kennt eben jeder.

Nicole Metzger, die wir indes mit niemandem vergleichen müssen, ist eine wirkliche Musikerin und damit bei aller Eigenständigkeit Sarah Vaughan durchaus geistesverwandt: Ihre Interpretation hat in der frappierenden Variabilität sehr wohl auch improvisatorische Qualität und ihr umwerfender Scatgesang wiederum etwas von der Bestimmtheit einer Interpretation.

Das kommt natürlich nicht von ungefähr, sondern von der soliden Grundlage zunächst eines klassischen Gesangsstudiums und der dann folgenden harten hohen Schule der Musical-Ausbildung, die sie mit Glanz absolviert hat, um nun übrigens mit Leidenschaft längst auch selbst zu unterrichten.

Nur wer über dermaßen großes Handwerk mit derart ausgereifter Erfahrung gebietet, kann so frei und natürlich klingen, dass man dieses Handwerk in all den Nuancierungen und Herausforderungen überhaupt nicht mehr zu hören glaubt, sondern die Wärme, den Esprit und die Berührung der Message direkt empfängt, nachzuvollziehen übrigens auch auf ihren Alben, darunter „Second Take“ (2007) mit dem unvergessenen Keith Copeland als Co-Leader.

Und so erleben wir sie unmittelbar, die große Kunst dieser Sophisticated Lady namens Nicole Metzger, deren flexible Stimme, vom diesseitigen Kupfer ins jenseitige Silber hinüberspringt,als wäre nichts gewesen, die verrucht in kleinen Sekunden um einen bluesigen Kern herumschleichen mag, aber von jetzt auf nachherin Oktavsprüngen brilliert, als gälte es die Höhe des Bühnenraums mit der Stimme zu vermessen. Und jetzt kommt er doch noch, der soeben noch verdammte Vergleich: Irgendwie erinnern die Improvisationen Nicoles in ihrem wärmenden Charme, der Eloquenz und ihrem mitunter fast beiläufigen Erzählgestus an die Soli von Stan Getz.

Wie sagte die große Lehrerin Nadia Boulanger doch gleich? Dem Sinn nach ungefähr dieses: „Du kannst nicht humaner klingen, als Du selbst als Persönlichkeit bist“. Und Nicole Metzger klingt sehr human.